Der Gedanke an eine politische Interessengemeinschaft, unabhängig von einer politischen Partei, kam im Herbst 1993 in Dänikon auf, nachdem einige Bürger realisiert hatten, dass Dänikon eventuell nach den Gesamterneuerungswahlen im Februar 1994 von 5 SVP-Mitgliedern regiert würde. Massgeblich daran beteiligt waren Gemeinderat Walter Amstutz und seine damalige Lebenspartnerin und spätere Ehefrau Theres Breitenmoser. Die erste Versammlung der interessierten Däniker Bürger fand am 14. Dezember 1993 statt. Noch vor der Gründung, die erst im Jahr danach erfolgte, wurden geeignete Kandidaten für die verschiedenen Behörden der Gemeinde gesucht und auch gefunden. Nicht weniger als 10 Kandidaten wurden von dieser neuen Gruppierung portiert. Seither hat sich die PI bei allen Gemeindewahlen mit eigenen Kandidaten beteiligt. Einzig Marlies Schüpbach, die damals als Oberstufenschulpflegerin kandidierte, ist jetzt noch als Gemeinderätin politisch aktiv (2024).
Die eigentliche Gründungsversammlung fand erst am 13. April 1994 statt. In den Anfängen hat sich die PI 8114 vor allem mit den Traktanden der politischen Gemeinde befasst. Es wurde nicht nur intern diskutiert, sondern auch Referenten eingeladen und Infoveranstaltungen für die ganze Bevölkerung organisiert. Die PI hat das Abstimmungskaffee, welches jeweils an Wahl- und Abstimmungssonntagen im Kulturkeller des Anna-Stüssi-Hauses stattfand, ins Leben gerufen und durchgeführt.
Oft hatten wir bis zu 20 Gäste gleichzeitig im Abstimmungskaffee. Für einige gehörte dieser Anlass an den Abstimmungssonntagen zum Ritual. Später hat die PI 8114 diese Aufgabe alternierend mit der SVP ausgeführt. Das Aufkommen der brieflichen Abstimmung hat das Abstimmungskaffee einschlafen lassen.
Um stets präsent in der Gemeinde zu bleiben, hat die PI 8114 die verschiedensten Anlässe für die ganze Bevölkerung veranstaltet. Nebst den Infoabenden vor den Wahlen wurden auch Infoabende zu den verkehrsberuhigenden Massnahmen im Dorf oder zum Fluglärm organisiert. Die Besichtigung der ARA Dänikon-Otelfingen-Hüttikon-Boppelsen, die Besichtigung des Kehrichtheizkraftwerkes in Dietikon sowie die Besichtigung der Kompogas-Anlage in Otelfingen hat die PI 8114 für die ganze Bevölkerung von Dänikon auf die Beine gestellt. Diese Anstrengungen waren immer auch mit dem Gedanken verbunden, neue Mitglieder zu gewinnen.
Es wuerden auch Anlässe nur für die Mitglieder der PI 8114 angeboten. Wir durften die Verkehrsleitzentrale der Kantonspolizei Zürich besichtigen, wie auch die Betriebsleitzentrale der SBB in Zürich. Im weiteren durften wir einer Führung in der Agroscope Zürich-Reckenholz wie auch einer Führung durch das alte Bergwerk in Buchs folgen. Diese Besuchsmöglichkeiten haben wir einigen unserer Mitglieder zu verdanken, die die richtigen Beziehungen zu diesen Institutionen hatten.
Die Mitglieder der PI 8114 waren strikte dagegen, einen Verein zu gründen. Trotzdem galten und gelten immer noch gewisse Regeln, welche von den Mitgliedern erarbeitet wurden. Ziel der PI ist nach wie vor das politische Interesse in der Bevölkerung zu fördern und steht allen offen welche nicht in einer lokalen politischen Partei sind.